Was wird mit NextLeipzig?

Wie Viele vielleicht schon mitbekommen haben, laufen derzeit bei NextLeipzig keine Aktivitäten. Das liegt an folgende Gründe:

 

  • Steffen Peschel als Mitorganisator hat sich im Februar zurückgezogen

  • Aus allgemeinen Mangel an Interesse und Engagement seitens der Stadtgesellschaft.

  • Das Konzept von NextLeipzig ist noch zu abstrakt und unkonkret für die Allgemeinheit.

Mit NextLeipzig wollten wir für diejenigen einen echten Mehrwert schaffen, die eine wirklich unabhängige und wirksame Bürgerbeteiligung anstreben, die nicht länger zusehen wollen, wie die Stadt weiterhin auf klassisches Wirtschaftswachstum setzt, zu wenig experimentiert wird mit neuartigen Open Government-Verfahren- wie das die Open Government Partnership Initiative anstrebt.

NextLeipzig wollte nicht nur eine weitere Ideen, und Bürgerbeteiligungsplattform sein- sondern Türöffner für dezentrale Selbstorganisation, revolutionäre Ideen für eine ökologische Stadtgestaltung, lebendige Begegnungsräume, Austauschplattform und kollaborative Kontaktbörse. Außerdem wollte NextLeipzig unabhäng von der Stadt sein, denn wir haben durchaus erkannt, dass die Stadt nicht wirklich innovative Stadtplanung betreibt, nicht wirklich konsequent nachhaltig agiert und dass zu sehr die Interessen von Großinvestoren berücksichtigt werden.

Weltweit entstehen immer mehr Bewegungen eines kooperativen Wirtschaftens, die sich unabhängig von öffentlichen und privaten Strukturen organisieren um dezentrale Produktionskreisläufe auf genossenschaftlicher Basis umsetzen. Hauptziele sind Unabhängigkeit, eine gesunde Umwelt und Selbstversorgung.

Die Bürgerwerke als auch die PlatformCoop-Bewegung zeigen, wohin die Reise gehen sollte. Wir brauchen mehr Engagement in dieser Richtung, wir brauchen echte Maker- die nicht weiterhin nur prave Bürger oder Mitläufer dieser Wachstumsmaschienerie sein möchten. Die Berliner Holzmarkt Genossenschaft als auch die Leipziger Energiegenossenschaft zeigen, wohin wir unsere Energien kanalysieren sollten. Bislang dominieren große Blockstrukturen das allgemeine Stadtleben. Großmärkte, Autolawinen, Betonlandschaften, Monsterverwaltungen.

NextLeipzig könnte perspektivisch dazu beitragen, kooperative bzw. genossenschaftliche Wirtschaftsstrukturen in dieser Stadt zu etablieren, dafür grüne Startups mit Wissenschaftler, Künstler und Handwerker zusammenbringen, Bürgerideen sichtbar machen sowie für einen interregionalen Austausch von Experten sorgen. Man könnte mit NextLeipzig dafür einen permanenten Arbeits,- Begegnungsraum schaffen, ein Makerspace bzw. ein Future Hub. Diese neu entstehenden kooperativen Wirtschaftsgemeinschaften könnten sich mithilfe von digitalen Währungen organisieren, könnten das Stadtbild transformieren, könnten leerstehende Gewerbehallen nutzen um darin dezentrale Produktion aus dem 3D-Drucker zu realisieren.

Doch dafür braucht es eben neuartige Kooperationsstrukturen zwischen Hochschulen, Forschungseinrichtungen, grünen Startups, Stiftungen und Kreativschaffenden- die unabhängig von der Stadtverwaltung funktionieren. Das Bancor-Netzwerk bietet seit kurzem völlig neue Möglichkeiten, sich mit dezentralen Währungen zu organisieren.

NextLeipzig selbst wäre hierfür nur Multiplikator, Schnittstelle und Plattform, um diesen Prozess zu begleiten. Denn erst dann wird man Brachflächen völlig anders entwickeln, wird man radikal ökologisch bauen, wird intelligente Schwarmmobilität die heutigen Autos, Strassenbahnen und Busse ersetzen. Auch neue Bildungslandschaften werden denkbar. Klassische Jobs in Betrieben und Mietskassernen werden verschwinden. Großunternehmen und städtische Gesellschaften von genossenschaftlich organisierten Gemeinschaften ersetzt- die selbst Mobilität, Wohnen, Produktion und Bildung gestalten.

Wer Interesse hat, auf dieser Basis NextLeipzig weiterzudenken, mitzugestalten, kann sich gern einbringen, oder zumindest seine Ideen dazu auf der Seite reinstellen.

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