Homemade Haltestellen 2017

Leipzig wird zum Jahr 2017 den Vermarktungs- und Betriebsvertrag mit JCDecaux beenden. Die Haltestellen sollen abgebaut werden.

Anstatt jetzt einfach wieder klassische einheitliche Haltestellen durch einen neuen Dienstleister errichten zu lassen, kam mir folgende Idee:

Ich bin immer schwer beeindruckt von z.B. den U-Bahn-Stationen in Berlin, London oder Moskau, welche sehr individuell gestaltet sind und für sich allein schon eine Sehenswürdigkeit sind.

Wie wäre es, wenn die Stadt zuerst ein Projekt ausruft, welches den Anwohnern „Ihrer Haltestelle“ die Möglichkeit gibt, mit einem bestimmten Budget und unter einigen fixen Vorgaben (fester Platz für Beschilderung, eine Werbefläche, Barrierefreiheit), Idee bei der Stadt einzureichen und die Haltestelle, dann als Nachbarschaftsprojekt selbst zu gestalten.

Ich kann mir vorstellen, dass hier gerade in den kreativen Viertel unglaublich schöne, begrünte, künstlerisch wertvolle Ergebnisse herauskommen, die eine weitere Attraktion für diese Stadt werden. Ich glaube auch, dass hier mit wenig Geld, tolle Sachen entstehen. Die Nachbarschaft würde glaube ich auch beim Thema Vandalismus und Verschmutzung einen engeren Bezug zu Ihrem persönlichen Werk bekommen.

Für Haltestellen die keinen Interessenten finden, kann immer noch ein allgemeiner Ersatzplan verfolgt werden.

Ein passendes Vergleichsprojekt in einer anderen Stadt fällt mir nicht ein aber man kann ja auch mal Vorreiter sein 😉

5 Kommentare

  1. Die Idee ist gut, doch schau man allein in den Haltestellenbereich Möckern/ Straßenbahnhof.
    Alles voller Kippen, Müll liegt herum und es ist ein guter Ort für Trinker, ein Hundekothaufen am anderen.
    Wer hätte da Lust?
    Ich finde, es wird sich fundamentell erst etwas ändern, wenn sich vordergründig der Mensch ändert.

  2. Wer wäre denn Ansprechpartner der Stadt Leipzig, um die Umsetzungsmöglichkeiten dieser Idee abzustecken und ggf. ein Projektkooperationen auszurufen?
    Ich denke Kippen, Müll und Trinker könnten gleich viel schöner sein, wenn sie nicht das einzige bestimmende Element einer Raumgestaltung sind.
    Denkbar wäre doch vielleicht auch eine Kooperration von Anwohnern und Künstlern über jeweils lokal ansässige gemeinnützige Vereine zu organisieren. Diese wären evt. dankbar für eine öffentlich wirksame Beteiligung.

  3. Hier die letzte Meldung dazu. Der Vertrag wurde übergangsweise bis 2019 verlängert. Für danach gibt es dann eine neue Ausschreibung. Wäre schon cool, wenn die Stadt in diese Ausschreibung eine Beteiligung mit der Bürgerschaft als Bedingung mit reinschreibt. Ansprechpartner sind da sicherlich die Verkehrsbetriebe, so eine Bestimmung, dass etwas bestimmtes in die Ausschreibung hineingeschrieben werden soll, müsste aber sicherlich vom Stadtrat beschlossen und damit in Auftrag gegeben werden.
    http://www.sachsen-fernsehen.de/nachrichten/interimslsung-fr-leipziger-wartehuschen-1416153

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