Helfernetzwerk

Nur durch Zufall kam ich auf diese Idee, als mir ein alter Mann erzählte, er hätte die Auflage von seinem Gartenverein bekommen, seine 35 Jahre alten Koniferen zu entfernen.
Der erste Vorkostenanschlag eines Bekannten des alten Mannes belief sich auf 400 Euro ohne Abtransport der entfernten Koniferen.
Aber diese müssen schließlich abtransportiert werden, man käme hier locker auf 500 – 550 Euro insgesamt.
Der Mann ist völlig verarmt, lebt mit seinem kleinem Hund nur von einer Mindestrente.
Wie sollte er einfach mal 550 Euro aus dem Ärmel schütteln?
Ich besorgte einen eigenen Bekannten, der eine Entsorgungsfirma führt und welcher mir versprach, dem alten Mann einen „Arme Leute Preis“ zu machen, nachdem er sich die Koniferen angesehen hatte.
Aber auch er kam auf mindestens 500 Euro bei einem Normalpreis von 1000 Euro mit Abtransport nach Stellung eines Containers.
Fazit: entweder der alte Mann lässt die Koniferen entfernen, oder aber der Verein würde das bei entsprechenden höheren Kosten selbst beauftragen.
Für den alten Mann war das die Pistole auf der Brust, er hat das Geld nicht!
Ich rief dann den Gartenvorstand an und konnte nach einem längeren Gespräch bewirken, dass nun seitens des Vereins dem alten Mann alle Hilfe zuteil wird, ohne dass ihm irgendwelche Kosten entstehen.
Nach der Klärung dieser Angelegenheit kam ich auf die Idee eines Helfernetzwerks für Menschen in wirklicher Not.., Leute, die man anrufen kann und die sich selbstlos einbringen könnten.
Menschlichkeit.., ein Schritt zu Veränderungen!

2 Kommentare

  1. Ideen, die aus einer persönlichen Erfahrung heraus entstammen, sind meist die stärksten. Die Geschichte erinnert mich wieder an den Unterschied zwischen dem theoretischen Konstrukt und der Realität. Vor ein paar Jahren wurde das Vereinsrecht überarbeitet, allerdings nur auf bürokratischer Ebene, wie mir scheint. Bei der nächsten Überarbeitung muss irgendwas mit hinein, dass der Sinn eines Vereins vor allem auch sein muss, sich zu vereinen, also füreinander und miteinander etwas zu tun. Für einen Verein brauchst du mindestens sieben Mitglieder und diese wählen bei der Mitgliedervereinsammlung einen Vorstand. Das ist das Mindestmaß und selbst das wird hier und da zurecht gebogen und gefaked. Im Ergebnis herrscht in vielen dieser Konstrukte, wo sich auf dem Papier Menschen vereinen, doch nur wieder sehr viel Einzelkämpfertum. Auf der anderen Seite zeigt dieses Beispiel auch nur wieder, das selbst Hilfe von Außen oder Dritten jederzeit notwendig und nötig ist.

  2. Eine Möglichkeit wäre auch, das bei betterplace.org einzutragen, da gibt es eine Möglichkeit, neben Geldspenden, auch Zeitspenden zu erbitten.

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